KONTAKT

Drogen

Die Entdeckung von Genen könnte erklären, warum Lithium nicht bei allen Patienten funktioniert

Australische Forscher fanden einen genetischen Hinweis, der die Lithiumbehandlung verändern könnte.

Veröffentlicht

on

Bildnachweis: Pixabay

Seit den 1950s ist Lithium bei der Behandlung von bipolarer Störung mit seinen stimmungsstabilisierenden Eigenschaften, die bei manischen und depressiven Episoden nützlich sind, instrumentell geworden.

Es gibt jedoch einige, die nicht gut auf die Droge reagieren, und als Ergebnis sind die Forscher auf der Suche nach dem Grund.

Eine neue Studie, veröffentlicht in JAMA Psychiatrie, um die Idee zu beantworten, warum einige Patienten mit bipolarer Störung keine Besserung zeigen, während sie auf Lithium sind.

Es wird geschätzt, dass 30 Prozent der Patienten nur teilweise Verbesserung zeigen, während mehr als ein Viertel keine Verbesserung zeigt.

Die Studie, geleitet von Bernhard Baune, einem australischen Forscher und Professor an der Universität von Adelaide, analysierte die genetischen Daten von 2,586 Patienten, bei denen eine bipolare Störung diagnostiziert wurde - 1,478 Frauen und 1,108 Männer - die Lithium als Behandlung erhielten.

Das Ziel, nach den Forschern, war einfach: "Um zu testen, ob eine polygene Score für SCZ ist mit der Reaktion der Behandlung von Lithium in BPAD verbunden."

Forscher fanden heraus, dass Patienten mit bipolarer Störung, die eine niedrige polygene Belastung für Schizophrenie hatten, mehr Verbesserung bei der Einnahme von Lithium sahen.

Diejenigen mit einer hohen polygenen Belastung für Schizophrenie sahen jedoch weniger therapeutische Effekte mit dem Stimmungsstabilisator. Die Ergebnisse bedeuten nicht, dass der Patient zusätzlich zur bipolaren Störung auch Schizophrenie hat.

Darüber hinaus wurden neue mit dem Immunsystem assoziierte Gene gefunden, die eine biologische Rolle in den zugrunde liegenden Wegen von Lithium und seinen Effekten als Behandlung spielen.

Das Ergebnis der Studie könnte bald ändern, wie Lithium persönlich verschrieben wird, und könnte auch mehr Forschung auslösen.

"Diese Ergebnisse stellen einen bedeutenden Fortschritt für die translationale Psychiatrie dar", schloss Professor Baune.

Werbung

© 2018 Mental Täglich. Alle Rechte vorbehalten.
Unser Inhalt dient nur zu Informationszwecken und sollte nicht als medizinische oder Behandlungsempfehlung verwendet werden.