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Studie verbindet Narzissmus mit Facebook Suchtkrankheit

"FAD hat die signifikante positive Beziehung zwischen Narzissmus und Stresssymptomen vollständig vermittelt", stellten deutsche Forscher fest.

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Foto: Pixabay

Social Media hat unser Leben übernommen und den Weg zu neuen Verhaltensabhängigkeiten geebnet. Die Facebook Addiction Disorder (FAD), ein relativ neuer Zustand, der noch nicht offiziell als Geisteskrankheit eingestuft wurde, ist ein Paradebeispiel dafür.

In einer neuen Studie fanden Forscher heraus, dass der Narzissmus, ein bei übermäßiger digitaler Nutzung übliches Persönlichkeitsmerkmal, mit der FAD in Verbindung stehen kann. Die Erkenntnisse waren veröffentlicht in der Zeitschrift PLoS ONE.

"Das Hauptziel der vorliegenden Studie war es, die Epidemiologie von FAD über einen Zeitraum von einem Jahr (zwei Messzeitpunkte) in einer deutschen Stichprobe zu untersuchen", heißt es in der Studie.

Die Forscher analysierten über ein Jahr hinweg 179-Studenten, die an der Ruhr-Universität Bochum in Deutschland studiert haben.

Alle Teilnehmer erhielten Umfragen, um Faktoren wie körperliche Gesundheit, soziale Unterstützung, Angst, Depression, Narzissmus und Mediennutzung zu bewerten. Sie erhielten auch einen Test zur Messung von Online-basierten zwanghaften Verhaltensweisen genannt die Bergen Facebook Suchtwaage (BFAS), erstellt von Dr. Cecilie Andraessen aus Norwegen.

Bei der Beurteilung des Narzissmus bei den Teilnehmern berücksichtigten die Forscher eine Hypothese, die nahelegt, dass FAD als Vermittler zwischen Narzissmus und Stresssymptomen wirkt.

Mediationsmodell mit Narzissmus als Prädiktor (X), FAD als Mediator (M) und Stresssymptomen als Ergebnis (Y).

"Unsere aktuellen Ergebnisse zeigen, dass sich der durchschnittliche FAD - Wert im Untersuchungszeitraum von einem Jahr nicht erhöht hat, aber ein signifikanter Anstieg in der Anzahl der Teilnehmer, die den kritischen Cutoff - Wert erreichen, und in den Werten des Entzugs zeigt sechs Kernmerkmale von FAD ", sagte einer der führenden Forscher PsyPost.

Die Ergebnisse zeigten, dass der Narzissmus signifikant mit der FAD zusammenhängt und dass Personen mit solchen Merkmalen möglicherweise ein höheres Risiko für die Entwicklung der Störung haben.

"FAD hat die signifikante positive Beziehung zwischen Narzissmus und Stresssymptomen vollständig vermittelt, was zeigt, dass narzißtische Menschen besonders gefährdet sein können, FAD zu entwickeln."

Forscher stellten fest, dass negative psychische Symptome wie Depressionen und Angstzustände mit der FAD in Verbindung stehen.

Die Studie war die erste ihrer Art in Deutschland. Forscher sagen, dass viel mehr Arbeit getan werden muss, um die Krankheit besser zu verstehen.

"Unsere vorliegende Studie ist einer der ersten Schritte dieser Untersuchung. Wir arbeiten weiter an diesem Thema und würden uns freuen, andere Forscher in Deutschland und anderen Ländern zu finden, die an einer Kooperation zur Erweiterung unserer Forschung interessiert sind. "

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